Seit Gründung der „Kontaktstelle für praxisorientierte Forschung e.V.“ wurden unter der Federführung von Prof. Dr. Konrad Maier zahlreiche Forschungsprojekte durchgeführt zu unterschiedlichen Themen und mit unterschiedlichem Umfang und mit einem breiten Spektrum von Methoden.
Mit der Ausdehnung und Ausdifferenzierung der Arbeit des Forschungsinstituts hat sich zudem ein eigener, die einzelnen Bereiche Arbeit, Nachbarschaft und Alltagskultur verbindender Schwerpunkt herausgebildet. Die Arbeit dieses Schwerpunktes wird auf der folgenden Seite exemplarisch in Form von zwei Projekten skizziert.
Das Projekt sollte dazu beitragen, dass aus dem geplanten Stadtteil ein attraktives und lebenswertes Wohnquartier entsteht. Als Ziel wurde der Aufbau einer „tragfähigen sozialen Alltagskultur“ definiert. In enger Zusammenarbeit zwischen SozialarbeiterInnen und WissenschaftlerInnen entstand eine „integrierte Praxisforschung“, in deren Rahmen die Methode der „Inszenierung des Sozialen“ entwickelt und erprobt wurde.
Das Ergebnis ist ein beliebter Stadtteil in Freiburg und ein validiertes Verfahren zum Aufbau einer tragfähigen Alltagskultur (Veröffentlichungen dazu: www.fel-verlag.de).
A.N.A begleitet und berät Neubau- und Sanierungsprojekte von Wohnquartieren. (www.werkstatt-stadt.de/de/projekte/21)
Aus der langjährigen Arbeit mit Arbeitslosen ergibt sich die Frage, ob und wie ein gelingendes Leben auch jenseits von Erwerbsarbeit möglich ist.
In diesem Projekt werden ca. hundert Menschen befragt, die in den letzten zehn Jahren nicht als ArbeitnehmerInnen oder UnternehmerInnen tätig waren und die ihr Leben dennoch als gelungen empfinden. In interdisziplinären Workshops wird ethisch reflektiert, inwiefern diese Lebensentwürfe sozial verträglich und als good practice publizierbar sind.
Durch die Ergebnisse soll sowohl die Beratung verbessert, als auch ein Beitrag zur Gestaltung des notwendigen sozialen Wandels in der Krise der Arbeitsgesellschaft geleistet werden.